Open Source: Unser Wassersensor liegt jetzt auf GitHub
Firmware und Flash-Tool zum Mitbauen – vom Temperaturfühler bis ins Vereins-Dashboard
Nach „Vom Schöpfeimer zum Sensornetz“ wird es konkret: Der erste eigene Wassersensor läuft – und sein Code ist ab sofort öffentlich.
Im Beitrag „Vom Schöpfeimer zum Sensornetz“ haben wir unsere Vision beschrieben: Gewässer, die ihre Werte selbst melden. Jetzt steht der erste eigene Sensor – er misst, funkt seine Daten ins Vereins-Dashboard, und sein kompletter Quellcode ist ab sofort öffentlich. Wer mag, baut ihn nach.
Was das Gerät kann
Das Gerät sitzt am Gewässer und misst die Wassertemperatur – weitere Werte wie pH und Sauerstoff sind in der Software bereits vorgesehen. In festen Abständen wacht es auf, misst und schickt die Werte gebündelt ins Petri-Heil!-Backend, wo sie als aktueller Wert und als Verlauf erscheinen. Überschreitet ein Wert eine Grenze, kann der Verein benachrichtigt werden. Dazwischen schläft das Gerät stromsparend – mit Akku und Solarpanel läuft es über Wochen.
WLAN oder Mobilfunk – beides geht
Am Vereinsheim genügt das vorhandene WLAN. Am abgelegenen Weiher ohne Netz übernimmt eine Mobilfunk-SIM (LTE) – dort braucht das Gerät weder Strom- noch Internetanschluss. Die genaue Uhrzeit holt es sich automatisch aus dem Netz, damit jeder Messwert korrekt eingeordnet wird.
Einrichten in Minuten, ganz ohne Kabel
Einmal mit dem mitgelieferten Tool die Software aufspielen – Windows, macOS und Linux werden unterstützt – und der Rest läuft übers Handy: Das Gerät öffnet einen kleinen Hotspot, man verbindet sich, trägt Verein und Gewässer ein, fertig. Später lässt es sich jederzeit per Knopfdruck neu einstellen, auch draußen am Wasser.
Verwendete Hardware
- LILYGO T-SIM7000G (ESP32 mit LTE-Modem)
- DS18B20 – wasserdichter Temperaturfühler
- IoT-SIM-Karte
- optional: Akku + Solarpanel für den Dauerbetrieb
Open Source unter MIT-Lizenz
Firmware und Flash-Tool stehen frei auf GitHub – unter der MIT-Lizenz, also zum Nachbauen, Anpassen und Weitergeben. Uns ist wichtig, dass das System keine Insel wird: Wer eigene Sensoren oder andere Boards anbinden will, findet den vollständigen Code und kann mitentwickeln.
Das ist ein erster, ehrlicher Anfang – ein Gerät, das den ganzen Weg vom Fühler bis ins Dashboard nachweislich geht. Von hier aus wächst es weiter. Rückfragen, Mitbauen oder Ideen? Schreibt uns an info@petri-heil.online.