3 Min. Lesezeit Petri Heil! Team

Petri Heil! beim Bezirkstag Südwürttemberg 2026

In Wangen im Allgäu ging es um digitale Gewässerdaten, LimnoNetz und ein Messnetz, das die Fischereivereine selbst tragen

Am 10. Oktober 2026 hat der Bezirk Südwürttemberg des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg in Wangen im Allgäu getagt. Ein Schwerpunkt waren digitale Gewässerdaten. Dabei wurden auch LimnoNetz und Petri Heil! vorgestellt.

Petri Heil! beim Bezirkstag Südwürttemberg 2026

Der Bezirkstag Südwürttemberg 2026 des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg (LFVBW) fand am 10. Oktober in Wangen im Allgäu statt, ausgerichtet vom FV Wangen e.V. Oberbürgermeister Michael Lang sprach ein Grußwort, Bezirksvorsitzender Ernst Retz leitete die Versammlung. Gewählt wurde auch: Franziska Kenntner ist die neue Bezirksvorsitzende.

Neben den Regularien ging es an diesem Tag um eine Frage, die viele Vereine beschäftigt: wie Daten über unsere Gewässer erhoben werden und was sie nützen.

Von analog zu digital

Dr. Werner Baur ordnete die ökologische Bedeutung der Gewässerdatenerfassung ein. Den Umstieg von der analogen zur digitalen Erfassung bezeichnete er als Meilenstein.

LimnoNetz: Messdaten, die dem Verein gehören

Daniel Altiparmak, 1. Vorstand des FV Wangen e.V., stellte anschließend die digitale Datenerhebung und die Software dazu vor. Dazu gehörte LimnoNetz, das Messnetz für Gewässerdaten, über das wir hier im Blog bereits ausführlich berichtet haben:

  • kostenlos für den Verein,
  • an kein bestimmtes System gebunden,
  • ohne Schulung lesbar.

Gerade der letzte Punkt zählt im Vereinsalltag: Messwerte helfen nur, wenn auch ehrenamtliche Gewässerwarte sie ohne Einarbeitung verstehen. Die Messgeräte selbst lassen sich oft über Fördertöpfe und Zuschüsse finanzieren.

Petri Heil!: Messwerte und Vereinsdaten zusammen

In Kombination mit LimnoNetz zeigte er die Vereinsapp Petri Heil!. Dort stehen die Messdaten aller Messstellen zusammen mit den Vereinsdaten. Werden kritische Werte erreicht, kommt die Warnung direkt aufs Handy. Es gibt einen Bereich für Mitglieder, für Vorstände und für die Gewässeraufsicht.

Der FV Wangen e.V. arbeitet damit und kann sie nur empfehlen.

— Bericht des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg

Das Ziel dahinter reicht über einen einzelnen Verein hinaus: ein flächendeckendes Messnetz, getragen von den Fischereivereinen. Jede Messstelle, die ein Verein betreibt, wird so zu einem Teil des Bildes über die Gewässer der Region.

Einheitliche Methoden als Voraussetzung

Uwe Dußling, Fischereireferent beim Regierungspräsidium Tübingen, ergänzte die fachliche Seite: Es brauche einheitliche und nachvollziehbare Messmethoden. Für die Einschätzung der eigenen Gewässer seien die Messungen sinnvoll.

Beides gehört zusammen: Ein Netz aus vielen Vereinen trägt nur, wenn alle auf dieselbe Weise messen.

Den vollständigen Bericht des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg zum Bezirkstag Südwürttemberg 2026 gibt es auf lfvbw.de.

Für Vereine, die sich das ansehen wollen

LimnoNetz steht jedem Verein offen, auch ohne Petri Heil!. Mehr dazu unter limnonetz.de. Wer sehen möchte, wie Messwerte und Vereinsdaten in Petri Heil! zusammenkommen, kann sich bei uns melden. Wir zeigen es euch gern.

Wie Sensoren ohne Bastelei ans Netz kommen, haben wir in den Beiträgen zu LoRaWAN und NB-IoT beschrieben.

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